Montréal - vraiment pas mal!
Nach Toronto und Ottawa (sowie Vancouver letzten Sommer) stand die nächste (und eigentlich auch letzte) Grossstadt in Kanada auf dem Reiseplan. Dabei habe ich die ersten beiden Tage bei einem Freund auf der Coach geschlafen, den ich letzten Sommer in Vancouver im Backpacker getroffen habe – ich denke einmal, solche Geschichten sind mitunter auch ein Verdienst von Facebook. Auf alle Fälle war es für mich natürlich ziemlich praktisch, dass ich so auch gleich einen Local als Tourguide hatte. Dies brachte zum einen den Vorteil mit sich, dass man am Abend noch spontan einen Trip mit dem Auto auf den Mont Royal machen konnte, oder für gewisse Sehenswürdigkeiten nicht einmal aus dem Auto aussteigen musste, haha (was wirklich ein Vorteil ist, wenn es draussen kalt ist !) Zudem war ich dadurch aber auch kulinarisch ziemlich gut bedient: typische Gerichte standen auf dem Programm. So beispielsweise smoked meat und natürlich Poutine. Wobei es in einem der Restaurants für smoked meat bereits um 17:00 eine Schlange von ca. 30 Personen vor dem Restaurant hatte!
Absolutes Highlight von meinem Montreal Trip waren aber die beiden NHL Matches im Bell Center. Am Samstag gegen die New York Rangers (4:0 gewonnen) und am Montag Abend gegen Stanley Cup Gewinner Boston (leider 0:1) verloren. Verglichen mit dem Match in Ottawa war die Stimmung in Montreal um einiges besser und man merkt auch auf der Strasse, dass für die Leute die Habs einen speziellen Stellenwert haben. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an Yannick Weber, welcher mir die Tickets gegeben hat.
Zur Stadt Montreal gibt es zu sagen, dass diese wirklich um einiges weniger „amerikanisch“ ist im Vergleich zu Toronto oder den (meisten) anderen Städten in Nordamerika (zumindest die, die ich bis jetzt gesehen habe). So gibt es bspw. eine wunderbare Altstadt, wo es sogar Kopfsteinpflaster-Passagen hat. Auch sonst, machte mir Montreal einen sehr kulturellen Eindruck, mit vielen kleinen Bistros, Kaffees, aber auch Konzerthallen, Theatern, einer schönen Einkaufsstrasse und ca. 100 Kirchen in der Stadt :) Und es versteht sich von selbst, dass bei schönem Wetter (am Montag) das Ganze noch einmal um einiges schöner war! Zudem war es wirtig zu sehen, wie die Stadt für die kalten Winter gebaut ist. So ist bspw. ein grosser Teil des Zentrum unterirdisch verbunden, so dass man bequem von einem Einkaufszentrum oder Gebäude zum nächsten kann, ohne dabei an die (kalte) Luft zu müssen. Zudem habe ich festgestellt, dass ich mit St. Moritz, Berlin, Innsbruck, Melbourne, Sydney, Albertville, Vancouver, Los Angeles und Montreal schon neun Städte besucht habe, in denen die Olympischen Spiele stattfaden :)
Tja, und beinahe wäre ein schon super Wochenende „awesome“ geworden: Ich habe per Zufall gesehen, dass „the Kooks“, eine meiner absoluten Lieblingsbands, am Dienstag Abend in Montreal ein Konzert geben. Dafür hätte ich natürlich spontan um einen Tag verlängert – es war aber leider schon ausverkauft. Und so befinde ich mich bereits wieder im Bus zurück nach Kingston. Da werde ich allerdings nicht lange bleiben, denn bereits morgen Nachmittag geht es weiter nach Rode Islands mit meinen WG-Mitbewohnern um dort Thanksgiving (das amerikanische) zu feiern. Da Rode Island sehr nahe bei Boston liegt, hoffe ich, dass es am Wochenende dann für einen Ausflug dahin reicht!
Nach anstrengenden Wochen an der Uni steht diese Woche also klar das Reisen im Vordergrund, bevor es dann bald schon mit den Finals meine allerletzten Bachleor-Prüfungen auf dem Programm stehen. In diesem Sinne: Jetzt noch einmal etwas erholen und dann Vollgas :) in jeglicher Hinsicht, haha